Schallschutzschirme: weiter Verwirrung in der Schanze

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Weiter Verwirrung in der Susannenstraße (Bild: L. Fröhling)

Weiter Verwirrung in der Susannenstraße (Bild: L. Fröhling)

Ab dem 22. Juli müssen Wirte, die die neu aufgepflasterten Flächen auf den Bürgersteigen für ihre Außengastronomie nutzen möchten, Lärmschutzschirme aufstellen. Doch auch wenn die Frist bald abläuft, ist in der Susannenstraße bisher kein einziger solcher Schirm zu entdecken.

Da die Schallschutzschirme nicht so leicht erhältlich seien, würden zunächst auch Sonderanträge der Wirte akzeptiert, so Nils Fischer, Pressesprecher des Bezirksamts Altona. Sofern die Gastronomen die Bestellung von Schallschutzschirmen nachweisen könnten, dürften sie die Außenflächen dann zunächst auch so nutzen.

Viele Gastronomen sind allerdings völlig ratlos, wenn es um die Beschaffung der Schallschutzschirme geht. „Niemand kann uns sagen, wie und wo wir die Schirme bekommen“, berichtet Günnar Erdogan vom „VaVeloce“. Ähnlich geht es den Wirten in den benachbarten Bars. Davoud Cheraghi vom „Café Presse“ ist verärgert: „Erst haben wir die teuren Bauarbeiten auf den Gehwegen bezahlt, nun dürfen wir die Flächen gar nicht nutzen, weil wir nicht alle Vorschriften erfüllen können.“

Bezirksamtssprecher Fischer rät den Gastronomen, sich an das Amt für Verbraucherschutz zu wenden. Hier bekämen sie Informationen darüber, wie sie die geforderten Schirme beschaffen können.

Ob die ersten Schallschutzschirme pünktlich zum 22. Juli aufgestellt werden, erscheint angesichts der derzeitigen Verwirrung mehr als fraglich.


Lisa Fröhling


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10 Kommentare zu Schallschutzschirme: weiter Verwirrung in der Schanze

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  6. Bruno69 sagt:

    „Da die Lärmschutzschirme nicht so leicht erhältlich seien, würden zunächst auch Sonderanträge der Wirte akzeptiert, so Nils Fischer, Pressesprecher des Bezirksamts Altona.“

    Na siehste, somit bekommen die Gastronomen auch noch ihren letzten Wunsch erfüllt, nämlich die leidigen Lärmschutzschirme loszuwerden. Herr Fischer leitet nun schon mal langsam zu „Leider nicht umsetzbar“-Parole über. „Hätten wir doch bloß schon vor dem Umbau gewußt … “ und „Tja, kann man wohl nichts machen“ werden die denn folgenden fadenscheinigen Entschuldigungen sein. Wohl gemerkt „Nichts machen“ gilt für den Lärmschutz der Anwohner, die Gastro läuft natürlich ungehindert weiter.

    Da drücken wir dann auch in der „Übergangsphase“ mal ein Auge zu: Da werden der „Kostbar“ und dem „Lokma“ Flächen geschenkt, die nach dem Beschluß der Bezirksversammlung gar nicht hätten gebaut werden dürfen. Da scheuen wir denn auch mal nicht so genau hin, wenn die Kneipiers die Gehwege UND die neuen Flächen nutzen und – „…aaach die Heizstrahler am „Goldfischglas?“ – „Neee, die haben wir immer noch nicht gesehen“.

    Und so streckt das Bezirksamt Altona munter weiter die Hand hin, äääh aus, wenn um die sensiblen Befindlichkeiten des Gastrogewerbes geht, und hält mit der anderen Hand den Anwohnern den gestreckten Mittelfinger entgegen.

    • Bruno69 sagt:

      Sorry, daß ich mich selbst kommentiere, diese wohlwollende Haltung des Bezirks gegenüber den Gastronomen muß im besonderen vor dem Hintergrund des eines Lärmgutachtens, daß schon vor dem Umbau viel zu hohe Lärmwerte für die Susannenstraße ausweist, betrachtet werden.
      Dieses Gutachten, dessen Existenz von der Behörde zunächst bestritten wurde, unter anwaltlichem Druck dann aber doch „gefunden“ wurde, wird vom Bezirksamt nun munter ignoriert. Ebenso wie das Wort „Anwohner“ im Wortschatz ihrer Vertreter nicht vorzukommen scheint.

  7. JR sagt:

    Die Wirte wissen seit anderthalb Jahren, daß sie sich um die Schirme kümmern müssen und sie haben ja einen guten Draht zum Fachamt für Gewerbe, Verbraucherschutz und Umwelt – da hätten sie sich auch mal früher erkundigen können, es sei denn das Amt hat ihnen was anders in Aussicht gestellt – kann man ja nicht wissen – Hoppla

  8. Leon sagt:

    Selbst wenn es die Schirme gäbe: Die Gastronomen kriegen es ja noch nicht einmal hin, sich an die bisherigen Regeln zu halten.

    (1) Der o.g. Günnar Erdogan vom “VaVeloce” bespielte am Wochenende wieder beide Seiten des Gehwegs. Und heute stehen auf dem Rückweg von der Arbeit wieder seine Kundenstopper auf dem Weg – was auch schon vorher nienich erlaubt war.

    (2) Gegenüber von der Presse werden vom „Park“ bereits zwei schwarze Schirme (eingeklappt) auf die schwarzen Flächen (ohne Tische, hi hi …) gestellt, damit da keiner parken soll und an der Hauswand wird fleißig weiter serviert. Welche Logik dahinter steht, kann auch das Bezirksamt sicherlich nicht erklären.

    (3) Die Schirme sind doch im Grunde egal, weil die (a) nichts bringen und (b) die lärmenden und besoffenen Gäste sowieso nicht DA drunter sitzen, sondern daneben torkeln.

    • Leon sagt:

      Was Bruno69 kann, mache ich dann auch mal 🙂

      Auf dem Foto von Frau Fröhling sieht man sogar, dass VaVolece seine Kundenstopper draußen hat.

      Ach, und das Lärmgutachten: Ja, stimmt. Wie konnte man das übersehen.

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