Essensgutschein statt Almosen

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Der verzweifelte Versuch am sozialen Abgrund zu überleben ist es, der immer mehr Menschen in Großstädten dazu bringt, am Straßenrand um eine milde Gabe zu betteln. Trotz Mitgefühl fällt es aber auch immer mehr Wohltätern schwer, sich zu einer Spende zu überwinden.

„Zu groß ist bei vielen Menschen die Unsicherheit, was mit dem Geld passiert, das sie einem Bettler in die Hand drücken“, meint Holger Mütze, der Leiter des Jesus Center im Schanzenviertel. „Man kann dann natürlich fragen, ob derjenige etwas essen will und ihm dann in einer Bäckerei ein halbes Brötchen kaufen“, sagt er. Aber das sei dann eigentlich schon wieder sehr umständlich.

„Einfacher geht es dann mit einem Gutschein für ein warmes Essen im Café Augenblicke“, betont der 48-Jährige. In der Gaststätte des Jesus-Centers bekommen Bedürftige für nur wenig Geld eine warme Mahlzeit, werden in schwierigen Lebenslagen beraten und können bei Bedarf auch duschen.

„Nächstenliebe kann so lecker sein“, nennt sich die Aktion „Mit den Gutscheinen können Menschen sicher sein, dass ihr Geld seinen Zweck erfüllt“, sagt Mütze. Auf dem Gutschein, steht eine Wegbeschreibung zum Jesus-Center, damit Menschen in Not, die das Hilfszentrum noch nicht kennen, dieses einfach finden.

Die Gutscheine werden in der evangelischen Buchhandlung in der Holstenstraße und direkt am Jesus Center am Schulterblatt 64 zum Stückpreis von 2,50 Euro verkauft.

Steve Remesch

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