Ein haushoher Adventskalender

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Hamburgs wohl größten Adventskalender gibt es am Alsenplatz (Bilder: S. Remesch)

Hamburgs wohl größten Adventskalender gibt es am Alsenplatz (Bilder: S. Remesch)

Aufmerksamkeit ist in der Werbebranche bekanntlich alles. Die Mitarbeiter einer Agentur aus dem Schanzenviertel haben sich für die Vorweihnachtszeit in diesem Sinne etwas ganz besonderes einfallen lassen: den „Adfensterlender“ – ein haushoher Adventskalender in den Fenstern des Firmensitzes am Alsenplatz.

„Wir haben uns zwei Tage vor dem 1. Dezember überlegt, dass wir für Weihnachten eine Aktion auf Facebook machen könnten“, erzählt Jens Bracht, Projektmanager fürs Digitale bei Leagas Delaney. So entstand die Idee, ein Bilderrätsel in Form eines Adventskalenders zu starten.

24 Rätsel in 24 Fenstern

In den Fenstern haben die Mitarbeiter dann knapp 1 Meter große Schablonen mit den Zahlen 1 bis 24 aufgehängt. Jeden Tag bis Heiligabend wandelt sich eine Zahl in ein kleines Bilderrätsel, mit dem eine Silbe erraten werden kann.

Wer die Silbe als Erstes erkennt und die Lösung auf der Facebook-Seite von Leagas Delaney Hamburg offenbart, gewinnt ein kleines Goody. Wer bis Heiligabend die Weihnachtsbotschaft entschlüsselt, die sich aus den 24 Silben ergibt, gewinnt ein größeres Geschenk.

Bis Heiligabend kommt täglich ein neues Bilderrätsel dazu

Bis Heiligabend kommt täglich ein neues Bilderrätsel dazu

„Gestern war Facebook nicht so schnell mit der Lösung“, meint Jens Bracht. „Heute ging’s aber echt fix mit der richtigen Antwort. Morgen, denke ich, wird das Rätsel allerdings so richtig schwer.“ – „Auch für uns bedeutet der ‚Adfensterlender’ jede Menge Spaß“, ergänzt sein Chef, Stefan Zschaler. „Das kam so aus einer Laune heraus. Alle waren ganz aufgedreht beim Ausschneiden und Aufhängen.“ Das zeigen die Macher auch in einem Youtube-Video.

Ein Medium, das keines ist

Guerilla-Marketing nennen Werbespezialisten das Procedere. Dabei wird etwas als Medium benutzt, was eigentlich kein Medium ist – wie etwa die Hausfront oder die Bürofenster an der Eimsbütteler Straße.

„Facebook sehen wir nicht als zusätzlichen Werbemarkt“, betont Zschaler. Die Seite werde ohnehin von den Mitarbeitern betrieben, ganz ohne den Einfluss der Geschäftsführung. Da werde schon mal ganz schön Quatsch gemacht. „Es ist ein Medium, das es uns erlaubt kreative Köpfe zu entdecken“, so der Firmen-Mitgründer. Leute, die interessiert seien, bei der Agentur einzusteigen, könnten sich so zudem auch ein Bild von der Stimmung im Betrieb machen.

Steve Remesch

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