
Bisher sei auf der Baustelle noch nicht viel passiert, meinen Anwohner (Bilder: J. Schröder)
Laut Bezirksamt soll es aus 12 Appartements bestehen und über Zeiträume von mehreren Wochen an Auswärtige vermietet werden. Die Anwohner nennen das Vorhaben Hotel. Und ein Hotel wollen sie nicht in ihrem Hinterhof. “Wir befürchten, dass es durch die Nutzung als hotelähnliche Anlage erhebliche Lärmbelästigung geben wird”, sagt eine Anwohnerin. Auf Plakten und auf einer Facebookseite machen viele Mieter ihrem Ärger Luft.
Kerstin Godenschwege vom Bezirksamt Altona kann die Kritik nicht verstehen. Ihrer Meinung nach ist das Boardinghaus nämlich gar kein Hotel. “Weil eine gastronomische Nutzung, wie sonst bei Hotels üblich, durch das Bezirksamt ausgeschlossen wurde, werten wir die Appartments als Wohnraum”, sagt Godenschwege.
Doch worin liegt genau der Unterschied zwischen einem Boardinghaus und einem Hotel?
“Die Appartements werden über unterschiedliche Zeiträume vermietet, von wenigen Wochen über mehrere Monate. Vor allem Geschäftsleute sollen Mieter der Appartements werden”, sagt Marlene Katharine Alt, Eigentümerin des Gebäudes.
“Es gibt keinen Service wie im Hotel, die Appartments haben seperate Wasseranschlüsse, sind mit eigener Küche ausgestattet und haben einen Keller”, fügt sie hinzu.

Mieter der Wohnungen im gegenüberliegenden Gebäude befürchten eine Verschattung ihrer Zimmer
Nach einigen Verzögerungen ist die Fertigstellung des Boardinghauses nun für Ende des Jahres geplant, sagt Marlene Katharine Alt. Sie kann die Sorgen der Anwohner verstehen, versichert jedoch: “Wir haben nicht vor, die ruhige Lage im Innenhof zu zerstören.”
Jens Schröder
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Verruckt dass das wirklich funktionieren kann
“… ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.” Ist und bleibt nunmal das Motto der Verwaltung des Bezirks. Wen überrascht das?
Kann da nicht mal einer bitte tiefer recherchieren? Tiefer im Sinne von ganz tief! Es gibt doch Investigative beim Hamburger Abendblatt, oder?
Mich wundert es doch sehr, dass Frau Alt hier als Betreuerin tituliert wird. Sie ist doch die Eigentümerin, und hat in der Schanze einige Häuser, und Boardinghäuser. In der Juliusstrasse 29 im Hinterhof werden nun auch weitere Wohnungen von Ihr gebaut, und in der Bartelsstrasse hat sie auch noch ein Haus. Ob Sie die Anwohner wirklich versteht?