Baumaßnahmen in der Susannenstraße abgeschlossen

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Die Wege in der Susannenstraße sind nun breiter. Die Tische der Wirte dürfen aber nur auf den dunklen Flächen stehen (Bild: H. Jacobs)

Die Wege in der Susannenstraße sind nun breiter. Die Tische der Wirte dürfen aber nur auf den dunklen Flächen stehen (Bild: H. Jacobs)

Nach der gescheiterten Klage der „Anwohnerinitiative Schanzenviertel“ gegen die Baumaßnahmen in der Susannenstraße ist der Weg frei für die neuen Flächen der Außengastronomie. Der Anwalt der Anwohnerinitiative hat gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts zwar Widerspruch eingelegt, ein Erfolg scheint aber mehr als fraglich. Am heutigen Freitag wurden zudem die Bauarbeiten vom Bezirksamt Altona abgenommen. Die Aufpflasterungen der Parkbuchten sind abgeschlossen. Es fehlen lediglich noch einige Feinarbeiten wie der Aufbau der Fahrradbügel.

Die Wirte der Lokale in der Straße zwischen dem Schulterblatt und der Schanzenstraße haben nun bis zum 22. Juli Zeit, eine Sondergenehmigung beim Verbraucherschutzamt Altona zu beantragen. Ab dann müssen die Schallschutzschirme, deren Verwendung in den Auflagen des Bezirksamtes festgelegt wurde, installiert werden. Da es aber nicht viele Betriebe gibt, die solche Schallschutzschirme herstellen, rechnet Nils Fischer vom Bezirksamt bereits mit Lieferschwierigkeiten.

Der Ordnungsdienst wird in Zukunft kontrollieren, ob die Lokalbesitzer sich an die vorgeschriebenen Auflagen halten und die vorgesehen Flächen für die Außengastronomie nicht überschreiten. „Aufgrund der aktuellen Umstände werden wir zunächst aber nicht allzu streng vorgehen“, sagt Fischer. Aktuell duldet die Behörde die Flächen, die in den vergangenen zwei Jahren genutzt werden durften.
Fakt ist: Die Schallschutzschirme werden kommen. Und der Susannenstraße ein völlig neues Bild geben. Ob sie die zunehmende Lärmbelästigung der Anwohner einschränken, darf zumindest bezweifelt werden.

Henrik Jacobs

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9 Kommentare zu Baumaßnahmen in der Susannenstraße abgeschlossen

  1. Pingback: Showdown beim Umbrella-Gate in der Susannenstraße | Recht auf Stadt

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  3. muhy sagt:

    foto von chakra stimmt nicht….

    der tag ich habe dort gearbeitet. bau arbeiter selber “ für kurze zeit “ TISCHE da hin gestellt. weil sie andere seite arbeiten sollten… Aber schöne foto geworden…. egal…

  4. Pingback: Lärmschutzschirme: weiter Verwirrung in der Schanze | Hamburg Schanzenviertel

  5. JR sagt:

    Interessant, Herr Fischer! Seit Januar 2010 wissen die Herren und Damen Gastronomen, daß lärmreduzierende Schirme in einheitlichem Design aufgestellt werden müssen und im April 2011 sind die öffentlich-rechtlichen Verträge zwischen dem Bezirksamt und den Gastronomen geschlossen worden – die hatten nun also wirklich genügend Zeit, solche Schirme zu ordern. Wenn man das dicke Geld in der Susannenstraße abgreifen will, muß man sich schon ein bißchen kümmern, seine Auflagen zu erfüllen. Aber das Bezirksamt zeigt sich wie immer bei den Gastronomen nachsichtig, wohl in der Hoffnung, diesen die „unzumutbaren“ Kosten für die Schirme zu ersparen. Also, Herr Fischer, zeigen Sie Strenge, damit die Gastronomen und Kioske sich endlich an die Spielregeln halten.

  6. Ursprünglicher Schanzenbewohner sagt:

    Der Sommer geht los und die letzten Tage geben ein schönes Bild ab für die Entwicklung, die „unser“ schöner Stadtteil immer mehr nimmt. Halbwegs warme Nächte sind die Hölle für alle Anwohner, die zu einer der Straßen hin schlafen wollen, auf denen sich Hamburgs Jugend bis in die tiefen Nachtstunden amüsiert. (Unser Bezirksamtsleiter, wohnhaft in der Metroploregion Wellingsbüttel, würde hier sicherlich einwenden, wer solche abwegigen Bedürfnisse hat, gehört nicht in eine richtige Großstadt.) Egal, ob Donnerstag oder Samstag, wenn die Lokale irgendwann nach 23 Uhr ihre Gerätschaften zusammenschieben, wird die nächste Rakete gezündet. Die Munition liefern die Kioske, in denen die Gänge dazu vorsorglich mit Bierkisten zugestapelt wurden. Mit dieser Ausstattung verteilen sich dann die „Schanzenbesucher“ im Partyquatier und verstehen überhaupt nicht, dass hier Menschen wohnen, die ein Bedürfnis nach Nachtruhe haben.

    Ich kenne einige der Kisokbesitzer und freue mich auch darüber, dass sie in den letzten Jahren so schön expandiern konnten, aber so leid es mir tut, wenn das hier ein Wohnquatier bleiben soll, müssen auch sie in ihren Öffnungszeiten reguliert werden. Das Ziel sollte sein, dass in der Woche um 22 Uhr und am Wochenende um 23 Uhr Außengastro und Kioske dicht machen. Ob sie Sonntag geöffnet haben oder nicht ist dabei völlig egal.

  7. Leon sagt:

    … ich nehme die Darstellung bzgl. „Lokma“ zurück: Die bespielen heute nur eine Seite des Gehwegs – die neu gepflasterte.

    Dafür gastiert „Chakra“ heute mit nur vier Tischen auf beiden Seiten – neu gepflastert und an der Wand. Süß, wie sie ihr Mobiliar streuen.

  8. bruno69 sagt:

    Wie es künftig aussehen wird, führt schonma exemplarisch das „Lokma“ vor: Es werden einfach die neuen Flächen UND die alten auf dem Gehweg genutzt.
    „Sowas ist dann Sache für den Ordnungsdienst“ sagt Marc Classen und lächelt hintergründig.
    Fakt ist, daß der Ordungsdienst noch nicht einmal in der Lage ist, gegen die Verstöße gegen das Ladenschlußgesetz, sprich Sontagsöffnungen der Kioske, vorzugehen. Die illegalen Heizstrahler vor dem „Goldfischglas“ und der „Katze“ hat er nach eigener Aussage noch nicht einmal „bemerkt“ – da helfen dann auch Hinweise nichts.

    Dieser Umbau ist ein Paradebeispiel für die gewerbefreundlichen Tricksereien des Bezirks Altona – und wird ein bisher lebenswertes Viertel wieder ein Stück mehr kaputtmachen.

  9. Leon sagt:

    Danke für den Bericht.

    Tolle Aussage von Herrn Fischer – das hat man seitens der beiden Bezirksämter noch nie „(…) allzu streng gesehen (…)“.

    Der BOD kann das gar nicht kontrollieren – der BOD hat nämlich jetzt Feierabend. So wie ich eben gerade nach Hause kam, sah ich Lokma in Doppelbesetzung auf Gehweg und ehemaligem Parkplatz dinieren. Vavolece hat immer noch seiner Fußgängerstopper/Eyecatcher auf dem Fußweg und betreibt Außengastro auf dem Parkplatz. Das Goldfischglas hat immer noch illegale feste Außensitzenplätze an seiner Wand und installierte Heizstrahler – ebenso wie die Schwester Katze auf dem Schulterblatt.

    Der BOD macht gute Arbeit. Er kann das aber gar nicht alles überblicken, da es auch Anderes gibt, als dies hier.

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