Anwohner protestieren: Kein „Hotel“ im Hinterhof 18a

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Mit Plakaten demonstrieren die Anwohner gegen das Boardinghaus.

Mit Plakaten demonstrieren die Anwohner gegen das Boardinghaus. (Bilder: C. Maier)

Knapp neun Meter liegen zwischen dem Schlafzimmerfenster von Frank Heuck und dem geplanten Neubau. Das Haus im Hinterhof soll um drei Meter aufgestockt werden. Er hätte Verständnis dafür, sagt er, wenn der in Hamburgs Innenstadt benötigte Wohnraum entstehen würde. Gebaut wird ein „Boardinghaus“. Zwölf möblierte Appartments, die für eine Nacht oder auch länger, zum Beispiel an Geschäftsleute, vermietet werden.


Frank Heuck, 43 (l.) und Enno Arndt, 39 sind über die Baupläne entsetzt.

Frank Heuck, 43 (l.) und Enno Arndt, 39 sind über die Baupläne entsetzt.

Die Anwohner der Häuser Schulterblatt 16 und 18 erzählen, dass sie Mitte Dezember durch ein Plakat der Baufirma von den Plänen erfahren haben. „Wir haben dann ständig fremde Leute im Hinterhaus“, beschwert sich Frank Heuck, „die können mir dann direkt ins Schlafzimmer gucken.“ Enno Arndt wohnt nebenan „Das sie das Boardinghaus nennen ist linkisch. Eigentlich ist es ein Hotel, bei dem nur die Serviceräume fehlen. Ein Hotel wäre an der Stelle aber nicht genehmigt worden“, behauptet er.


Der Blick aus Frank Heucks Schlafzimmerfenster wird sich verändern. Das Gebäude im Hinterhof soll drei Meter höher werden.

Der Blick aus Frank Heucks Schlafzimmerfenster wird sich verändern. Das Gebäude im Hinterhof soll drei Meter höher werden.

Die Anwohner protestieren gegen die geplanten Bauarbeiten. Letzte Nacht haben sie ein Plakat ans Haus gehängt: „Kein ‚Hotel‘ im Hinterhof 18a“.
„Das einzig positive an der Sache ist, dass wir Nachbarn zusammenhalten“, erzählt Frank Heuck. Regelmäßig treffen sich die Anwohner und beraten darüber, wie sie den Bau stoppen können. Es gebe auch ein Sicherheitsproblem, meint Frank Heuck, da die ohnehin schon enge Feuerwehrzufahrt durch den Umbau noch schmaler werden würde.

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Claudia Maier

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