33 neue Webshops aus dem Schanzenviertel jetzt online

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Die lebensgroßen "Google-Pins" machen auf die Online-Präsenz der Läden im Schanzenviertel aufmerksam (Bilder: S. Simic)

Die lebensgroßen "Google-Pins" machen auf die Online-Präsenz der Läden im Schanzenviertel aufmerksam (Bilder: S. Simic)

Seit Samstagmorgen bieten 33 Läden aus dem Schanzen- und Karolinenviertel ihre Ware auch im Internet an. Über das Webportal schanzenport.de können Kunden nicht nur mehr über die teilnehmenden Läden und ihre Besitzer erfahren, sondern auch online einkaufen. Das Projekt wurde vom Hamburger IT-Verbund Hamburg@work und dem Softwareunternehmen ePages entwickelt.

„Es ist das erste Mal, dass ein ganzer Stadtteil zur gleichen Zeit in den Online-Handel startet“, sagt Wilfried Beeck, Geschäftsführer von ePages. An dem Pilotprojekt sind zurzeit 33 Läden beteiligt. „Interessierte Ladenbesitzer können sich aber auch jederzeit neu anmelden“, erklärt Beeck. Pro Shop koste die Einrichtung einer neuen Seite, die von ePages durchgeführt wird, 3000 Euro.

Die Idee für Schanzenport ist vor knapp sechs Monaten entstanden. Sie beruht auf dem Konzept des „RoPo“: Research Online, Purchase Offline. Immer mehr Kunden würden lieber von zu Hause aus einkaufen und die Artikel dann entweder geliefert bekommen oder selber im Laden abholen. „Wer aber keinen Online-Shop vorzuweisen hat, wird auch immer weniger Kunden in seinem stationären Geschäft begrüßen können“, meint Beeck. Außerdem soll das Portal dazu beitragen, dass Hamburg seine Führungsrolle im Onlinehandel weiter ausbaut.


Der Laden druck dealer in der Markstraße gehört zu den 33 teilnehmenden Shops

Der Laden druck dealer in der Markstraße gehört zu den 33 teilnehmenden Shops

Nachdem sich 60 Läden im Mai beworben hatten, um bei dem Projekt mitzumachen, wurden insgesamt 33 davon ausgewählt. Diese konnten sich kostenlos bei Schanzenport anmelden und wurden bei der Einrichtung einer Internetseite von ePages begleitet. „Das Konzept war für uns ausschlaggebend“, so Beeck. „Wir haben die Läden ausgesucht, deren Geschichte wir besonders interessant fanden.“

Das Resultat ist vielfältig und bunt. Modelabels, Möbelbauer, aber auch Schmuck-, Musik- und Kinderläden sind mit ihrem Webshop auf Schanzenport vertreten. Mit einem kurzen Text, sowie Bildern und Videos stellen die Ladenbesitzer sich und ihr Angebot vor. „Wir wollten zeigen, dass hinter jedem Unternehmen auch ein Gründer steckt“, erklärt Beeck. Die Läden aus der Schanze sollten auch im Internet auf jeden Fall ihre Individualität beibehalten. „Es ist geplant, das Projekt auch auf die Stadtteile Eppendorf und Ottensen zu erweitern“, verrät Beeck. Die Umsetzung von Schanzenport.de habe ePages rund 120.000 Euro gekostet.


"Die Internetseite soll den Laden nicht ersetzen", meint die Mitbegründerin des Ladens Holy Moly in der Marktstraße

"Die Internetseite soll den Laden nicht ersetzen", meint die Mitbegründerin des Ladens Holy Moly in der Marktstraße

„Wir wollen mit der Präsenz im Internet den Laden attraktiver machen“, erklärt Rolf Schade, Mitbegründer von druck dealer, einem Laden mit Siebdruckwerkstatt und Galerie in der Marktstraße im Karolinenviertel, der unter anderem bedruckte T-Shirts, Graphiken und Plakate anbietet. „Wir wollen dadurch die Leute erreichen, die nicht in Hamburg leben, aber auch diejenigen, die gerne im Internet einkaufen.“ Für ihn sei es wichtig, dass der Online-Shop die Individualität des Ladens widerspiegelt. Mit Blogeinträgen auf dem Portal wolle er auch in Zukunft auf neue Produkte aufmerksam machen.

„Ich finde es toll, dass durch das Portal eine Verbindung zwischen den Läden im Schanzen- und im Karoviertel entsteht“, sagt Negari Navabi, Mitbegründerin vom Laden Holy Moly in der Marktstraße, wo man unter anderem Piercings und Kindermode kaufen kann. Sie wolle mit dem Online-Shop mehr Kunden erreichen. „Die Seite soll aber auf keinen Fall den Laden ersetzen“, meint die gelernte Grafikdesignerin.

Bis nächsten Sonnabend machen lebensgroße „Google-Pins“, die vor den teilnehmenden Läden aufgestellt wurden, auf ihre Online-Präsenz aufmerksam. Zudem nutzen 20 Läden QR-Codes in ihren Schaufenstern, um den Kunden das Sortiment auch über das Smartphone zugänglich zu machen und so auch das Shoppen nach Ladenschluss zu ermöglichen.


Sanja Simic

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2 Kommentare zu 33 neue Webshops aus dem Schanzenviertel jetzt online

  1. Bruno69 sagt:

    „Die Umsetzung von Schanzenport.de habe ePages rund 120.000 Euro gekostet.“
    120 000 Euro für ein einfachen Blog? 3000 Euro für einen Eintrag in diesem Blog?
    Wo gibts solche Aufträge?
    Mach ich für die Hälfte – versprochen!

    • Bruno69 sagt:

      Sehe es gerade erst: Und das ganze läuft unter WordPress – Open Source;-)

      Mannomann, irgendetwas mache ich falsch.

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